Würfelerfahrungen


1)    Alle lieben


Wenn ihr sagt: „Ich liebe die Mutter, ich liebe mein Geschwisterchen, ich liebe meinen Papa, aber meine Tante nicht“, ist das nicht Liebe. Oder wenn ihr in der Schule sagt: „Ich liebe meine Lehrerin, diese meine Freundin liebe ich auch, aber jene andere ist mir unsympathisch“, ist auch das nicht Liebe, nicht wahre Liebe; so können wir nicht Jesus werden!


Sebastian spielt mit anderen Freunden der Siedlung Fußball. Da kommt Eduard, ein sehr armes Kind, das auf der Straße Almosen bettelt. Sobald die anderen Kinder ihn so dreckig und schlecht angezogen sehen, wollen sie nicht mit ihm spielen. Sebastian zögert zunächst eine Weile, doch dann sagt er: „Er ist einer meiner Freunde, also spiele ich mit ihm!“ So nimmt ihn Sebastian in seine Mannschaft und sie spielen gemeinsam. Am Geburtstag von Sebastian läutet die Hausglocke. Sebastian öffnet die Tür: es ist Eduard mit einem Geschenk in den Händen: „Das ist für dich!“ Im Paket ist ein kleines Auto, das Eduard mit dem Geld, das er an diesem Tag gesammelt hat, gekauft hat.


2)    Als erster lieben

Man muss als Erster lieben. Man muss selbst anfangen zu lieben. Wenn wir nach Hause kommen und das kleine Schwesterchen zu nichts Lust hat, es müde ist, es nicht spielen will, nicht lernen... Ihr dürft nicht warten, wir dürfen nicht warten, bis sie beginnt, euch zu lieben; ihr müsst anfangen; liebt als Erste und sagt: „Fühlst du dich nicht gut? Wie geht es dir? Hast du ein Problem? Möchtest du es sagen? Willst du etwas spielen? Ihr müsst die Ersten sein zu lieben.


Die Mutter von Matthäus gibt am Abend jedem Kind ein Fruchtjogurt. Matthäus stellt es in den Kühlschrank, um es am nächsten Tag zu essen. Am Morgen kommt er in die Küche und sieht, dass sein größerer Bruder sein Jogurt isst. Empört und weinend läuft er zur Mutter: „Mammi, David isst gerade mein ...“, aber da hört er mitten im Satz auf und flüstert: „Heute muss ich als Erster lieben!“ Dann kehrt er zum Bruder zurück und sagt: „Gut, iss es ruhig, ich schenk’ es dir!“


3)    Jesus im anderen sehen

Es ist notwendig, dass wir Jesus in allen, in allen lieben, auch in jenem Hässlichen dort, auch in jenem Zerlumpten, auch in jenem Türken, die ich nicht lieben möchte. Es ist wichtig, dass wir Jesus lieben, denn Jesus hat gesagt, dass wir alles, was wir anderen tun, für ihn tun.


Auch Tia von der Elfenbeinküste hatte gelernt, Jesus im Nächsten zu sehen: Tia war gerade auf dem Heimweg von der Schule. Eine Klassenkameradin hänselte sie und redete schlecht über ihre Mutter. „Zeig´s ihr! Hau sie!“, forderte ihre Freundin sie auf, „Ich helfe dir!“ „ Schon legte Tia ihre Schultasche ab und wollte zuschlagen. „Wenn ich das mache, dann schlage ich Jesus“, ging es ihr durch den Kopf. Sie nahm ihre Tasche und ging weg.


4)    Einander lieben

Wir müssen einander lieben wie es die ersten Christen getan haben. Das heißt, dass wir uns immer hintenanstellen und für die anderen leben

Die Lehrerin einer Klasse Siebenjähriger musste kurz aus der Klasse gehen. Um in der Zwischenzeit die Ordnung zu gewährleisten, beauftragte sie Daniela, die Namen aller Störenfriede an die Tafel zu schreiben. Daniela nahm ihre Aufgabe ernst und schrieb tatsächlich einige Namen auf. Antonio, der brav auf seiner Schulbank saß, stand aber auf, ging zu Daniela und sagte: »Schreib lieber mich auf!« Daniela schaute ihn verblüfft an. Dann löschte sie alle Namen von der Tafel.

5)    Sich eins machen

Lieben als ob ich an der Stelle des anderen wäre. Wenn du einen siehst, der weint, dann tu, als ob du selber weinen würdest und lauf zu ihm, um ihn zu trösten. Wenn du einen siehst, der sich freut, dann freue auch du dich und freue dich mit ihm. Das bedeutet, sich mit dem anderen eins zu machen.


Patrick (Sierra Leone) besucht den Kindergarten. Weil er sehr schnell laufen kann, wurde er als Vertreter seiner Klasse für einen Wettlauf ausgewählt. Es kommt der große Tag: Patrick ist schon an der Spitze, als plötzlich ein Kind hinter ihm stolpert und hinfällt. Patrick bemerkt das, hält an und geht zu ihm zurück, um ihm zu helfen. Sein Lehrer schreit, dass er nicht stehen bleiben, sondern weiterlaufen soll, um Erster zu werden. Aber Patrick hört nicht auf ihn und hilft jenem Kind. Da überholen ihn alle Anderen und Patrick kommt als Letzter ins Ziel. Der eigentliche Held ist aber Patrick, er bekommt einen Sonderpreis für fairness, aber vor allem einen neuen Freund.

6)    Den Feind lieben

Wir müssen alle lieben, auch jene, die uns nicht lieben. Wir müssen sogar die Feinde lieben. Wir verhalten uns wie Gott, der alle liebt. Denn in der Bibel steht, dass Gott den Regen und die Sonne schickt über Gute und Böse. Wir beten für jene und tun denen Gutes, die uns nicht lieben.


Maria (Italien) wirft in der Früh den Würfel: „Den Feind lieben“. Sie läuft zur Mutter und sagt: „Ich habe keine Feinde!“ „Feinde nicht, aber ... jemanden der dir unsympathisch ist“, antwortet ihr die Mutter.
In der Schule fragt Maria ihre Freundin Sonja: „Kommst du heute Nachmittag zu mir nach Hause zum Spielen?“ Elisabeth hört dies und sagt: „Kann auch ich kommen?“ „Oh nein, - denkt sich Maria - nur nicht Elisabeth!“ Dann jedoch erinnert sie sich an den Würfel: „Den Feind lieben“... Darauf sagt sie: „Ja, gut, komm auch du!“

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